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Arne Bathke - Data Scientist an den Schnittstellen für Innovation

Die Universität bündelt Wissenschaft und Technologie am Standort Science City Itzling.

Als DEN ‚sexy job‘ der nächsten zehn Jahre bezeichnete Hal Valerian, Chef-Ökonom bei Google im Jahr 2009 den Job eines Statistikers. Oder, wie Dekan Arne Bathke, Professor für Statistik an der Universität Salzburg es formuliert: „Statistik ist Fach der Gegenwart und der Zukunft. Es herrscht eine große Nachfrage nach Datenanalysten und Statistikern. Und es ist einer der bestbewerteten Jobs.“ 

Arne Bathke ist Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg, Professor für Statistik, Studiengangsleiter des Masterstudiengangs Data Science. Er koordiniert die Campusentwicklung-SciTecHub in der Science City Itzling. Copyright: Konrad Fersterer

Heiß begehrte Datenanalysten

Die durch die Digitalisierung anfallenden riesigen Mengen an Daten erfordern Experten, die diese auch systematisieren, enträtseln und bewerten können. „Wenn man auf Daten schaut, kann man so viele Trugschlüsse ziehen“, betont Bathke. Er weist darauf hin, dass immer mehr datenbasiert entschieden und gearbeitet wird und man dafür das Denken entwickeln muss. Genau für diese Anforderungen gibt es seit 2016 den Masterstudiengang Data Science an der Universität Salzburg.

 

Erstes Data Science Masterstudium

„Wir waren die erste Universität in Österreich, die den Masterstudiengang Data Science gestartet hat“, sagt Vordenker und Studiengangsleiter Bathke stolz. Im ersten und zweiten Jahr waren es rund 20, zuletzt 30 Studierende. In insgesamt vier Semestern werden diese interdisziplinär ausgebildet. „Wir haben uns ganzbewusst für ein hohes Niveau entschieden. Wir wollen kein Schmalspurstudium. Viele kommen von Mathematik oder Informatik, aber wir haben auch sehr gute Quereinsteiger, z.B. Biologen, die schon quantitativ gearbeitet haben“, beschreibt Bathke die Zielsetzung.

Das Masterstudium verbindet viele Bereiche wie z.B. Statistik, Informatik, Mathematik, Recht und Ethik. Diese Vielfalt entspricht auch den späteren Positionen in Unternehmen. Datenanalysten sind z.B. in der Produktion, im Kundenmanagement und im Gesundheitsbereich genauso gefragt wie in der anwendungsorientierten Forschung.

 

SciTecHub: Investitionen in die Schnittstellen der Fachbereiche

Wichtig ist für den Statistik-Professor, dass Data Science in der Science City Itzling verortet und mit dem Standort assoziiert wird, u.a. auch weil etliche der Player hier sind: Informatik, Geoinformatik, Center for Human Computer Interaction und die neue Stiftungsprofessur für Data Science. Bathke ist seit Herbst 2019 im Techno 6, im neuen Data Science Lab: „Ich freue mich sehr, hier zu sein und an der Gestaltung der Science City mitzuarbeiten. Da wird sich viel tun."

Große Relevanz für die Science City hat derzeit der „Science and Technology Hub“, kurz SciTecHub. Diese Entwicklung soll Professor Bathke gemeindam mit Univ.-Prof. Manfred Tscheligi, Leiter des Centers for Human-Computer Interaction, in Zukunft koordinieren. Der Hub soll die am Standort angesiedelten Fachbereiche näher zusammenbringen und die Zusammenarbeit strukturieren und verstärken. Konkret sollen z.B. gemeinsame Forschungsprojekte an den Schnittstellen der Fachbereiche ausgeschrieben werden.

„Da wollen wir bewusst ansetzen, weil das eine Stärke des Standorts werden kann. Wir sind im Vergleich zu anderen eine relativ kleine Universität. Aber gerade mit den interdisziplinären Schnittstellen könnten wir uns profilieren“, erläutert Bathke das Vorhaben. Erfahrungen im Aufbau von Strukturen konnte der seit 2012 in Salzburg lehrende Professorin den USA sammeln. An der University of Kentucky baute der gebürtige Hamburger ein statistisches Beratungszentrum auf und übernahm dessen Leitung. Neben methodischen Arbeiten in nichtparametrischer und multivariater Statistik gehören interdisziplinäre Forschungsarbeiten zu seinem Schwerpunkt.

datascience.sbg.ac.at 

Science and Technology Hub Itzling

Der Fachbereich Computerwissenschaften und das Laborgebäude des Fachbereichs Chemie & Physik der Materialen sind Teil der neuen Science City Itzling.

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